Die Vorschriftzeichen der StVO

Die Verkehrszeichen sind Gesetz

Beim Vorschriftzeichen 206 müssen Kraftfahrzeuge halten!

Beim Vorschriftzeichen 206 müssen Kraftfahrzeuge halten!

Straßenschilder regeln den Verkehr. Sie geben dem Kraftfahrer z. B. Informationen über Gefahrenstellen, Streckenführung oder Höchstgeschwindigkeiten. Die Einhaltung der Gebote und Verbote der Straßenverkehrsordnung sind elementar für die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen. Gleiches gilt für den Umgang mit Verkehrszeichen.

Insbesondere die Vorschriftzeichen müssen von jedem Kraftfahrer beachtet werden. Ein Verstoß kann schwere Konsequenzen haben. Nicht selten kommt es zu schweren Unfällen, wenn ein Vorschriftzeichen missachtet wird. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Bußgeldkatalog empfindliche Strafen für das Ignorieren von Vorschriftzeichen der StVO vorsieht.

Vorschriftzeichen stellen immer ein Gebot oder Verbot dar. Während Gefahrzeichen eher einen informativen Charakter haben, entsprechen Verbots- bzw. Gebotsschilder im Verkehr stets einer konkreten Verkehrsregel. So begrenzen Vorschriftzeichen beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit, sprechen ein Überholverbot aus oder verbieten das Wenden.


Vorschriftzeichen sind vielfältig. Am bekanntesten sollten allerdings die runden weißen Schilder mit breitem rotem Rand sein. In der Mitte ist häufig ein schwarzes Sinnbild, welches die Verkehrsregel genauer beschreibt. Einschränkungen oder nähere Erläuterungen können mittels Zusatzschild erfolgen. Meist stehen Vorschriftzeichen genau an der Stelle, an der die Regel gilt bzw. zu gelten gelten.

Es gibt aber noch andere Vorschriftzeichen im Straßenverkehr.  So sind die runden, blauen Schilder mit weißem Sinnbild, welche z. B. einen Radweg oder Reitweg kennzeichnen, ebenfalls der Gruppe der Vorschriftzeichen zugehörig. Gleiches gilt für Straßenmarkierungen wie Fahrstreifen- bzw. Fahrbahnbegrenzung sowie die Haltelinie oder den Fußgängerüberweg.

Maßgebend für Vorschriftzeichen ist der § 41 Straßenverkehrsordnung (StVO). Dort heißt es:

(1) Wer am Verkehr teilnimmt, hat die durch Vorschriftzeichen nach Anlage 2 angeordneten Ge- oder Verbote zu befolgen.
(2) Vorschriftzeichen stehen vorbehaltlich des Satzes 2 dort, wo oder von wo an die Anordnung zu befolgen ist. Soweit die Zeichen aus Gründen der Leichtigkeit oder der Sicherheit des Verkehrs in einer bestimmten Entfernung zum Beginn der Befolgungspflicht stehen, ist die Entfernung zu dem maßgeblichen Ort auf einem Zusatzzeichen angegeben. Andere Zusatzzeichen enthalten nur allgemeine Beschränkungen der Gebote oder Verbote oder allgemeine Ausnahmen von ihnen. Die besonderen Zusatzzeichen zu den Zeichen 283, 286, 277, 290.1 und 290.2 können etwas anderes bestimmen, zum Beispiel den Geltungsbereich erweitern.

Das Vorschriftzeichen 274 begrenzt die Höchstgeschwindigkeit.

Das Vorschriftzeichen 274 begrenzt die Höchstgeschwindigkeit.

Beispiele für Vorschriftzeichen

Die Vorschriftzeichen und ihre Bedeutung sind im Verkehrszeichenkatalog (VzKat) bzw. in der Anlage 2 der StVO näher beschrieben. Kraftfahrer sollten die Verkehrsschilder unbedingt kennen. Aber auch Radfahrer und Fußgänger müssen Vorschriftzeichen beachten und beispielsweise Vorfahrt gewähren.

Zu den Vorschriftzeichen, welche ein Warte- bzw. Halteverbot ausdrücken, zählen beispielsweise das Andreaskreuz, das Vorschriftzeichen 206 „Halt“ (Stopp-Schild) und das „Vorfahrt gewähren“-Schild (Zeichen 205), welches ein Dreieck mit Spitze nach unten und breitem roten Rand ist. Mit einem Vorschriftzeichen kann im Verkehr aber auch eine Beschränkung des zulässigen Gesamtgewichts bzw. der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausgedrückt werden.

Kategorien der Vorschriftzeichen:

  • Warte- und Haltegebote
  • Vorgeschriebene Fahrtrichtung
  • Vorgeschriebene Vorbeifahrt
  • Seitenstreifen als Fahrstreifen, Haltestellen und Taxenstände
  • Sonderwege
  • Verkehrsverbote
  • Halt- und Parkverbote
  • Markierungen
Beim Vorschriftzeichen 205 müssen Fahrzeuge die Vorfahrt gewähren.

Beim Vorschriftzeichen 205 müssen Fahrzeuge die Vorfahrt gewähren.

Strafen für das Nichtbeachten von Vorschriftzeichen

Mit Vorschriftzeichen werden konkrete Regeln aufgestellt, deren Missachtung in der Regel zu einem Bußgeld und sogar zu Punkten und einem Fahrverbot führen können. Wer ein Vorschriftzeichen ignoriert, greift gefährlich in den Straßenverkehr ein. Das Strafmaß reicht z. B. bei einem Geschwindigkeitsverstoß von 10 Euro Verwarnungsgeld bis zu einer Strafzahlung von 680 Euro inklusive zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot.

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