Bußgeldkatalog – Drogen am Steuer

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Übersicht zu speziellen Themen rund um DRogen

Bußgelder beim Verstoß gegen das Drogengesetz im Straßenverkehr

DrogendeliktPunkteBußgeldFahrverbotIn der Probezeit
Erster Vertoß2500 Euro1 Monat- Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre
- Aufbauseminar
Zweiter Verstoß21.000 Euro3 Monate- Verwarnung
- Empfehlung zu einer Verkehrspsychologischen Beratung
Dritter Verstoß21.500 Euro3 MonateEntzug der Faherlaubnis

Drogen oder Alkohol am Steuer: eine Gefahr für andere Fahrer

Drogen am Steuer sind eine Gefahr auf den Straßen

Drogen am Steuer sind eine Gefahr auf den Straßen

Fahrer, die unter dem Einfluss berauschender Substanzen am Straßenverkehr teilnehmen stellen eine besondere Gefährdung der Sicherheit auf den Straßen dar. Nicht nur Alkohol, auch Drogen verringern die Reaktionsschnelligkeit und Aufmerksamkeit der Kfz- oder Lkw-Fahrer signifikant. Es wird klar: Drogen und Autofahren sind nicht zu vereinen. Aus diesem Grund gibt es für Fahren unter Drogen laut Bußgeldkatalog hohe Strafen: Drogen am Steuer bedeuten Bußgeld, Punkte und Fahrverbot für mindestens einen Monat. Auch die Teilnahme an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) kann angeordnet werden. Wiederholungstäter und Täter besonders schwerer Verstöße verlieren so schnell ihren Führerschein.
Doch nicht nur das Führen motorisierter Fortbewegungsmittel steht unter Strafe: das Führen eines Fahrrads nach dem Konsum berauschender Mittel führt ebenfalls zur Sanktion: Auch hier drohen Punkte und der Entzug des Führerscheins!

Der aktuelle Bußgeldkatalog 2017 nimmt Drogendelikte ernst und droht mit Führerscheinentzug. Fahren unter Drogen stellt eine bedeutende Gefahr für den Straßenverkehr dar.

Fahren unter Drogen: Wie wird es nachgewiesen?

Drogen am Steuer verringern die Reaktionsschnelligkeit des Fahrers

Drogen am Steuer verringern die Reaktionsschnelligkeit des Fahrers

Grundsätzlich stehen Ordnungshütern mehrere Methoden zur Verfügung, um den Konsum von Drogen – etwa bei einer auffälligen Fahrweise – nachzuweisen: Schweiß- und Speichel-, Blut- oder Urintests. Diese kommen jedoch nicht grundsätzlich zur Anwendung, da Ordnungshüter meist an die Freiwilligkeit des Fahrers gebunden sind.
Der Drogen-Schnelltest misst verdächtige Subtanzen in Schweiß und Speichel. Dieser erfolgt auf einer freiwilligen Basis des Verkehrsteilnehmers. Auch ein angeordneter Urintest muss nicht gemacht werden.
Sollte sich der Anfangsverdacht des Autofahrens unter Drogeneinfluss jedoch bestätigen oder verfestigen, kann ein Richter einen Bluttest anordnen.

Harte und weiche Drogen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen harten Drogen (etwa Kokain oder Heroin) und weichen Drogen (zum Beispiel Cannabis), welche unterschiedlich starke Wirkungen auf den Körper haben. So wird Cannabis am Steuer anders bewertet als Kokain am Steuer. Im Falle von Cannabis (THC) am Steuer muss der Fahrer nicht in allen Fällen zur MPU. Drogen, die einen stärkeren Einfluss auf Wahrnehmung und Koordination des Verkehrsteilnehmers haben, führen zu härteren Strafen.

Drogen am Steuer: Strafen und Folgen

Drogenbesitz, der die Eigenbedarfsmenge übersteigt, ist in Deutschland eine Straftat, somit droht neben Bußgeldbescheid und weiterer strenger Maßnahmen ebenfalls ein Strafverfahren.

„Kiffen“ am Steuer kann genauso hart bestraft werden wie Kokain am Steuer: Wenn eine Gefährdung des Straßenverkehrs und dessen Teilnehmer besteht, folgen der Fahrerlaubnisentzug und drei Punkte in Flensburg. Des Weiteren droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Der Führerschein kann in diesem Fall erst nach einer sechsmonatigen Sperrfrist wiedererlangt werden.

Wird aufgrund von Drogen eine MPU angeordnet – dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man berauscht Fahrrad fährt – muss der Betroffene seine Fähigkeiten, ein Fahrzeug zu führen unter Beweis stellen. Gerade Wiederholungstäter sollten die MPU nicht leichtfertig als „Idiotentest“ abtun: Psychologen wägen sorgfältig ab, ob ein ehemaliger Konsument von Drogen mit seinem Auto wieder in den Straßenverkehr darf.

Nicht nur beim Fahren unter Drogeneinfluss droht Strafe: ein regelmäßiger Drogenkonsum reicht. Ist dieser nachgewiesen, wird der Führerschein ebenfalls entzogen, auch wenn derjenige im berauschten Zustand weder Fahrrad, Auto oder Lkw führte.

Drogendelikte in der Probezeit

Unter Drogen hinter dem Steuer? Es drohen strenge Strafen

Unter Drogen hinter dem Steuer? Es drohen strenge Strafen

In der Probezeit drohen Punkte, Bußgeld und zusätzliche strenge Maßnahmen bei Drogenverstößen. Junge Fahrer experimentieren öfter mit Drogen – manchmal auch hinter dem Lenkrad des Autos. Neben einem Bußgeld von 500 Euro, 2 Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot (ab einem Promillewert von 0,5) verlängert sich die Probezeit  bereits nach dem ersten Verstoß auf vier Jahre. Zusätzlich wird ein Aufbauseminar angeordnet (Kosten: zwischen 250 Euro und 400 Euro). Beim zweiten Verstoß gibt es eine Verwarnung und den Rat zu einer verkehrspsychologischen Beratung. Beim dritten Mal Führen eines Autos oder Lkws unter Drogen kommt es zum Entzug der Fahrerlaubnis.

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{ 5 Kommentare… add one }
  • Stefan 13. Januar 2017, 7:48

    Unglaublich wie extrem man bezahlen soll wegen nichts. Ich wurde angehalten ohne jeglichen Grund. Danach wurde ich zu einem Alkoholtest gebeten wegen angeblich roter Augen. Ich hatte kein Problem damit da ich mir sicher war es würde nichts dabei heraus kommen. Ich gab freiwillig Urin ab, obwohl ich echte Probleme hatte da meine Blase leer war. Wir standen fast eine Stunde bis ich soweit war. Dann wurde etwas gefunden. Wie ich später feststellte ganz minimal über dem Grenzwert. Das ergab sich durch den Bluttest.
    Jetzt soll man unmengen an Gebühren und Strafen bezahlen.
    Das ist doch nicht mehr normal was da auf einen zu kommt.
    200 Euro für das Entziehen des Führerschein
    200 Euro für das angebliche Mahnverfahren, da Einspruch eingelegt
    200 Euro Neuerteilung Führerschein
    700 Euro Strafe
    Kosten für MPU
    Kosten für Urintest oder Haartest

    Man wird finanziell gleich völlig ruiniert.
    Das ist komplett irre, sowas gibt es nur in Deutschland. Wegen Kleinigkeiten wird voll verrückt gespielt aber werden Kinder misshandelt oder andere üble Sachen passieren, lässt man milde walten.

  • jmswb 10. März 2017, 13:44

    Recht so
    wer mit Drogen fährt

  • Woya 28. Juli 2017, 21:58

    Dummes Kommentar, gerade im Bereich Cannabis wird der Führerschein entzogen und es kommt zur MPU, obwohl man nachweislich NICHT unter Drogeneinfluss gefahren ist, da der Grenzwert lächerlich niedrig ist. Von daher trifft ” recht so” nicht zu. Vielen Menschen wurde daurch schon das Leben ruiniert. Ich selbst wurde mit 1,2 ng/ml aktivem THC und 14 ng/ml passivem THC angehalten, die Folge war:Führerscheinentzug und MPU. Gerade die MPU imBereich Cannabis ist oft mehr als lächerlich, da IMMER angenommen wird, das der Drogenkonsum aus orgendwelche Problemen resultiert, die man dann “aufarbeiten” sollte. problem nur:ich habe vllt 5-7 mal im Jahr bei Treffen mit Freunden Cannabis geraucht, einfach weil es Spaß machte, da gab es nix aufzuarbeiten, vor allem war ich nicht unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs, da der Konsum 17 Stunden zurück lag und ich nachweislich (man beachte den aktiven Wert) nicht berauscht war.

  • Huhu5555 7. September 2017, 17:30

    Ich dachte beim 2. Verstoß erst MPU ?

    • bussgeldkatalog.de 11. September 2017, 12:07

      Hallo Huhu5555,

      nein. Eine MPU wird immer dann verhangen, wenn die ausstellenden Behörden es für richtig erachten, und nicht erst pauschal ab dem 2. Verstoß.

      Das Team von bussgeldkatalog.de

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