Bußgeldkatalog – Drogen am Steuer

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Übersicht zu speziellen Themen rund um Drogen

Bußgelder beim Verstoß gegen das Drogengesetz im Straßenverkehr

DrogendeliktPunkteBußgeldFahrverbotIn der Probezeit
Erster Vertoß2500 Euro1 Monat- Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre
- Aufbauseminar
Zweiter Verstoß21.000 Euro3 Monate- Verwarnung
- Empfehlung zu einer Verkehrspsychologischen Beratung
Dritter Verstoß21.500 Euro3 MonateEntzug der Faherlaubnis

Drogen oder Alkohol am Steuer: eine Gefahr für andere Fahrer

Drogen am Steuer sind eine Gefahr auf den Straßen

Drogen am Steuer sind eine Gefahr auf den Straßen

Fahrer, die unter dem Einfluss berauschender Substanzen am Straßenverkehr teilnehmen stellen eine besondere Gefährdung der Sicherheit auf den Straßen dar. Nicht nur Alkohol, auch Drogen verringern die Reaktionsschnelligkeit und Aufmerksamkeit der Kfz- oder Lkw-Fahrer signifikant. Es wird klar: Drogen und Autofahren sind nicht zu vereinen. Aus diesem Grund gibt es für Fahren unter Drogen laut Bußgeldkatalog hohe Strafen: Drogen am Steuer bedeuten Bußgeld, Punkte und Fahrverbot für mindestens einen Monat. Auch die Teilnahme an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) kann angeordnet werden. Wiederholungstäter und Täter besonders schwerer Verstöße verlieren so schnell ihren Führerschein.
Doch nicht nur das Führen motorisierter Fortbewegungsmittel steht unter Strafe: das Führen eines Fahrrads nach dem Konsum berauschender Mittel führt ebenfalls zur Sanktion: Auch hier drohen Punkte und der Entzug des Führerscheins!

Der aktuelle Bußgeldkatalog 2018 nimmt Drogendelikte ernst und droht mit Führerscheinentzug. Fahren unter Drogen stellt eine bedeutende Gefahr für den Straßenverkehr dar.

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Fahren unter Drogen: Wie wird es nachgewiesen?

Drogen am Steuer verringern die Reaktionsschnelligkeit des Fahrers

Drogen am Steuer verringern die Reaktionsschnelligkeit des Fahrers

Grundsätzlich stehen Ordnungshütern mehrere Methoden zur Verfügung, um den Konsum von Drogen – etwa bei einer auffälligen Fahrweise – nachzuweisen: Schweiß- und Speichel-, Blut- oder Urintests. Diese kommen jedoch nicht grundsätzlich zur Anwendung, da Ordnungshüter meist an die Freiwilligkeit des Fahrers gebunden sind.
Der Drogen-Schnelltest misst verdächtige Subtanzen in Schweiß und Speichel. Dieser erfolgt auf einer freiwilligen Basis des Verkehrsteilnehmers. Auch ein angeordneter Urintest muss nicht gemacht werden.
Sollte sich der Anfangsverdacht des Autofahrens unter Drogeneinfluss jedoch bestätigen oder verfestigen, kann ein Richter einen Bluttest anordnen.

Harte und weiche Drogen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen harten Drogen (etwa Kokain oder Heroin) und weichen Drogen (zum Beispiel Cannabis), welche unterschiedlich starke Wirkungen auf den Körper haben. So wird Cannabis am Steuer anders bewertet als Kokain am Steuer. Im Falle von Cannabis (THC) am Steuer muss der Fahrer nicht in allen Fällen zur MPU. Drogen, die einen stärkeren Einfluss auf Wahrnehmung und Koordination des Verkehrsteilnehmers haben, führen zu härteren Strafen.

Drogen am Steuer: Strafen und Folgen

Drogenbesitz, der die Eigenbedarfsmenge übersteigt, ist in Deutschland eine Straftat, somit droht neben Bußgeldbescheid und weiterer strenger Maßnahmen ebenfalls ein Strafverfahren.

„Kiffen“ am Steuer kann genauso hart bestraft werden wie Kokain am Steuer: Wenn eine Gefährdung des Straßenverkehrs und dessen Teilnehmer besteht, folgen der Fahrerlaubnisentzug und drei Punkte in Flensburg. Des Weiteren droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Der Führerschein kann in diesem Fall erst nach einer sechsmonatigen Sperrfrist wiedererlangt werden.

Wird aufgrund von Drogen eine MPU angeordnet – dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man berauscht Fahrrad fährt – muss der Betroffene seine Fähigkeiten, ein Fahrzeug zu führen unter Beweis stellen. Gerade Wiederholungstäter sollten die MPU nicht leichtfertig als „Idiotentest“ abtun: Psychologen wägen sorgfältig ab, ob ein ehemaliger Konsument von Drogen mit seinem Auto wieder in den Straßenverkehr darf.

Nicht nur beim Fahren unter Drogeneinfluss droht Strafe: ein regelmäßiger Drogenkonsum reicht. Ist dieser nachgewiesen, wird der Führerschein ebenfalls entzogen, auch wenn derjenige im berauschten Zustand weder Fahrrad, Auto oder Lkw führte.

Drogendelikte in der Probezeit

Unter Drogen hinter dem Steuer? Es drohen strenge Strafen

Unter Drogen hinter dem Steuer? Es drohen strenge Strafen

In der Probezeit drohen Punkte, Bußgeld und zusätzliche strenge Maßnahmen bei Drogenverstößen. Junge Fahrer experimentieren öfter mit Drogen – manchmal auch hinter dem Lenkrad des Autos. Neben einem Bußgeld von 500 Euro, 2 Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot (ab einem Promillewert von 0,5) verlängert sich die Probezeit  bereits nach dem ersten Verstoß auf vier Jahre. Zusätzlich wird ein Aufbauseminar angeordnet (Kosten: zwischen 250 Euro und 400 Euro). Beim zweiten Verstoß gibt es eine Verwarnung und den Rat zu einer verkehrspsychologischen Beratung. Beim dritten Mal Führen eines Autos oder Lkws unter Drogen kommt es zum Entzug der Fahrerlaubnis.

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{ 23 Kommentare… add one }
  • Stefan 13. Januar 2017, 7:48

    Unglaublich wie extrem man bezahlen soll wegen nichts. Ich wurde angehalten ohne jeglichen Grund. Danach wurde ich zu einem Alkoholtest gebeten wegen angeblich roter Augen. Ich hatte kein Problem damit da ich mir sicher war es würde nichts dabei heraus kommen. Ich gab freiwillig Urin ab, obwohl ich echte Probleme hatte da meine Blase leer war. Wir standen fast eine Stunde bis ich soweit war. Dann wurde etwas gefunden. Wie ich später feststellte ganz minimal über dem Grenzwert. Das ergab sich durch den Bluttest.
    Jetzt soll man unmengen an Gebühren und Strafen bezahlen.
    Das ist doch nicht mehr normal was da auf einen zu kommt.
    200 Euro für das Entziehen des Führerschein
    200 Euro für das angebliche Mahnverfahren, da Einspruch eingelegt
    200 Euro Neuerteilung Führerschein
    700 Euro Strafe
    Kosten für MPU
    Kosten für Urintest oder Haartest

    Man wird finanziell gleich völlig ruiniert.
    Das ist komplett irre, sowas gibt es nur in Deutschland. Wegen Kleinigkeiten wird voll verrückt gespielt aber werden Kinder misshandelt oder andere üble Sachen passieren, lässt man milde walten.

    • Tom 8. Mai 2018, 19:41

      Ich sehe es genauso. Natürlich hätte viel passieren können, denn man ist unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol nicht wirklich in der Lage schnell genug reagieren zu können aber ich z.B. bin in der Ausbildung im 1. Lehrjahr und habe deswegen nur wenig Geld und zudem muss ich noch meine Wohnung, meine Nahrung und (nun) die Nahverkehrsmittel und die MPU + Abstinenznachweise + Vorbereitung bezahlen. Ich kann dieses Urteil von der Fahrerlaubnisbehlrde garnicht nachvollziehen, denn woher nehmen die Beamten sich das Recht sich über mein Suchtverhältnis zu äußern. Sie entscheiden nur anhand von theoretischen Werten die darüber grob etwas Aussagen.

  • jmswb 10. März 2017, 13:44

    Recht so
    wer mit Drogen fährt

  • Woya 28. Juli 2017, 21:58

    Dummes Kommentar, gerade im Bereich Cannabis wird der Führerschein entzogen und es kommt zur MPU, obwohl man nachweislich NICHT unter Drogeneinfluss gefahren ist, da der Grenzwert lächerlich niedrig ist. Von daher trifft ” recht so” nicht zu. Vielen Menschen wurde daurch schon das Leben ruiniert. Ich selbst wurde mit 1,2 ng/ml aktivem THC und 14 ng/ml passivem THC angehalten, die Folge war:Führerscheinentzug und MPU. Gerade die MPU imBereich Cannabis ist oft mehr als lächerlich, da IMMER angenommen wird, das der Drogenkonsum aus orgendwelche Problemen resultiert, die man dann “aufarbeiten” sollte. problem nur:ich habe vllt 5-7 mal im Jahr bei Treffen mit Freunden Cannabis geraucht, einfach weil es Spaß machte, da gab es nix aufzuarbeiten, vor allem war ich nicht unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs, da der Konsum 17 Stunden zurück lag und ich nachweislich (man beachte den aktiven Wert) nicht berauscht war.

  • Huhu5555 7. September 2017, 17:30

    Ich dachte beim 2. Verstoß erst MPU ?

    • bussgeldkatalog.de 11. September 2017, 12:07

      Hallo Huhu5555,

      nein. Eine MPU wird immer dann verhangen, wenn die ausstellenden Behörden es für richtig erachten, und nicht erst pauschal ab dem 2. Verstoß.

      Das Team von bussgeldkatalog.de

  • Kev 15. Dezember 2017, 20:56

    Steht im Bußgeld bescheid auch ob eine MPU angeordnet wird. ???

    • bussgeldkatalog.de 20. Dezember 2017, 11:50

      Hallo,

      ob sie zu einer MPU durchführen müssen oder nicht, wird von der jeweiligen Führerscheinstelle entschieden.

      Das Team von bussgeldkatalog.de

  • Silentbob 15. März 2018, 20:29

    Guten Tag,
    Würde vergangene Woche auch angehalten…
    Drogentest, Blutentnahme…usw.
    Jetzt die Frage ob die Fahrerlaubnis entzogen wird
    bei erstvergehen. Zudem muss ich über 60 km zur Arbeit fahren. WIRD es irgendwie berücksichtigt.
    Komme aus Niedersachsen.

    Lg

    • robin 26. April 2018, 14:40

      Hallo Silentbob,

      bitte wenden Sie sich an einen Anwalt.

      Ihr Team von bussgeldkatalog.de

  • Saskia 24. April 2018, 10:36

    Wann weiß ich dem ob man eine mpu maChen muss oder nicht? Krieg ich Post? Hab dem Führerschein heute abgegeben und die meinten in 4 Wochen Krieg ich den wieder und kann ganz normal wieder fahren. Oder würde das schon im busgeld bescheid stehen?

    • bussgeldkatalog.de 27. April 2018, 16:51

      Hallo Saskia,

      bei einem einmonatigen Fahrverbot erhalten Sie Ihren Führerschein nach einem Monat wieder. Die Bußgeldstelle bewahrt ihn solange auf.

      Ihr Team von bussgeldkatalog.de

  • Valheru 22. Mai 2018, 9:23

    Can you please tell me, if you caught drug driving and taken to police.. they did a drug tests and found amphetamines in your blood above limit. Are they supposed to keep you in custody until you are straight? They cant send you back driving under the influence?

    Thank you

    • bussgeldkatalog.de 22. Mai 2018, 11:24

      Hello Valheru,

      usually not. In most cases they take your keys and your license.

      The team of bussgeldkatalog.de

  • Gabriel 28. Mai 2018, 7:41

    Habe erst einen Brief bekommen das ich ein Monat Fahrverbot habe und 500€ Bußgeld. Und einen Monat später habe ich einen Brief bekommen das ich eine MPU machen soll. Kann man rechtlich etwas dagegen machen?

    • bussgeldkatalog.de 29. Mai 2018, 14:30

      Hallo Gabriel,

      wir dürfen Ihnen keine Rechtsberatung anbieten und können Sie bezüglich Ihrer Frage nur an einen Rechtsanwalt verweisen.

      Bussgeldkatalog.de

    • walderhans 10. Juni 2018, 16:24

      Ich kenne solche Fälle und es war nie erfolgreich. Die kennen die Regeln sehr genau und haben einen recht ansehnlichen Spielraum für Maßnahmen.

      Im dümmsten Fall hat man denn nen Psychologen bei der MPU, der genau den Widerspruch auch noch als Uneinsichtigkeit wertet. der bekommt die komplette Akte zu sehen.

      Kann also schaden, wenn man es versucht und es klappt nicht.

  • silvia g. 19. Juni 2018, 11:52

    Wenn ein Bussgeldbescheid 1 Monat Fahrverbot und 500,-Euro Strafe + zus. Ausgaben beinhaltet, darf dann die Führerscheinstelle zusätzliche Strafen verhängen?

    • bussgeldkatalog.de 22. Juni 2018, 10:20

      Hallo silvia g.

      Wir empfehlen einen Anwalt aufzusuchen, da wir keine Rechtsberatung geben dürfen.

      Ihr Team von bussgeldkatalog.de

  • Lopa 17. Juli 2018, 13:40

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 17.10.2017 wurde ich bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten und des Cannabiskonsums durch Urinprobe, Speichelprobe und letztlich durch Blutabgabe überführt . Am 23.03.2018 bekam ich den Bußgeldbescheid laut diesen sollte ich 627,40€ zahlen plus 1 Monat Fahrverbot. Die Geldbuße habe ich am 24.4.bezahlt und das Fahrverbot wollte ich jetzt in meinem Urlaub antreten. Allerdings erhielt ich am 29.06.18 einen Schreiben der Stadt Remscheid das die meine Eignung zum führen von Kraftfahrzeugen Überprüfen und mir zum 15.07.18 die Fahrerlaubnis entziehen. Warum wird denn jetzt erst (9 Monate später) meine Eignung zum führen von Kraftfahrzeugen in frage gestellt. Habe ich überhaupt die Möglichkeit aus der Sache irgendwie raus zukommen oder muss ich es so hinnehmen ?

    • bussgeldkatalog.de 13. August 2018, 9:49

      Hallo Lopa,

      im Regelfall kann die Fahrerlaubnisbehörde immer dann eine MPU anordnen, wenn Zweifel an der Fahrtüchtigkeit eines Einzelnen bestehen – was durch Ihre Tests ja durchaus gegeben ist. Das rechtliche Vorgehen gegen eine MPU-Auflage erweist sich erfahrungsgemäß als äußerst schwierig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.de

      • Leonard 13. Oktober 2018, 17:41

        Hallo muss man die MPU sofort antreten oder kann man auch einfach seinen Führerschein abgeben und diese ein paar Jahre später machen?

        • bussgeldkatalog.de 15. Oktober 2018, 10:05

          Hallo Leonard,
          grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, die MPU sofart anzutreten. Allerdings dürfen SIe in diesem Zeitraum kein Kfz führen.

          Ihr Team von bussgeldkatalog.de

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