Fahrtenbuch und Fahrtenbuchauflage

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Übersicht zu speziellen Themen beim Fahrtenbuch:

Welche Anforderung muss das Fahrtenbuch erfüllen?

Die Fahrtenbuch-Anforderungen richten sich nach dem Paragraphen 31 a StVZO.

Die Fahrtenbuch-Anforderungen richten sich nach dem Paragraphen 31 a StVZO.

Das Pkw-Fahrtenbuch soll dem Fahrzeughalter Auskunft darüber geben, wer, zu welcher Zeit, zu welchem Zweck, wohin gefahren ist. Denn erhält der Halter einen Bußgeldbescheid, hilft das Fahrtenbuch dabei den Täter zu finden.

Da in Deutschland die Fahrerhaftung gilt, kann auch nur gegen den entsprechenden Fahrer der Verstoß vollstreckt werden. Hilft der Halter bei der Täterfeststellung nicht mit, droht die Auflage ein Fahrtenbuch zu führen.

Gilt eine Fahrtenbuchauflage, so wird dies im zentralen Fahrzeugregister in Flensburg eingetragen.

Fahrtenbücher dokumentieren unter anderem den Fahrer, sowie die den Beginn und das Ende der Fahrten. In der Regel wird in jedem Firmenfahrzeug ein Fahrtenbuch geführt.

Fahrtenbuch und Bußgelder

Verstoßen Sie gegen die Fahrtenbuchplicht, wird ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro fällig. Weitere Möglichkeiten sind denkbar, um in Bezug zu dem Fahrtenbuch eine Strafe zu erhalten:

  • Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß geführt
  • Fahrtenbuch nicht während der Fristen aufbewahrt
  • Fahrtenbuch nicht der zuständigen Person ausgehändigt
  • Fahrtenbuch verloren

§ 31 a StVZO – die Fahrtenbuchauflage

Zum Thema Fahrtenbuch ist im § 31a der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) folgendes geregelt:

(1) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann gegenüber einem Fahrzeughalter für ein oder mehrere auf ihn zugelassene oder künftig zuzulassende Fahrzeuge die Führung eines Fahrtenbuchs anordnen, wenn die Feststellung eines Fahrzeugführers nach einer Zuwiderhandlung gegen Verkehrsvorschriften nicht möglich war. Die Verwaltungsbehörde kann ein oder mehrere Ersatzfahrzeuge bestimmen.

Darüber hinaus muss in das Fahrtenbuch vor jeder Fahrt folgendes eingetragen werden:

  • Name, Vorname und Anschrift des Fahrzeugführers
  • Amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs
  • Datum und Uhrzeit des Fahrbeginns

Nach den Fahrten ist die Uhrzeit von dem Fahrer einzutragen und zu unterschreiben. Sie sollten das Fahrtenbuch nicht nachschreiben, denn die Angaben im Fahrtenbuch müssen korrekt sein. Die Behörden prüfen bei einer Kontrolle die Angaben sehr genau.

Ein Fahrtenbuch muss keinem Muster oder einer besonderen Regelung entsprechen. Folgende Aufteilung ist aber denkbar:

DatumUhrzeitKennzeichenName, VornameAnschriftUnterschrift
3. Januar 201617:28 - 18:03B-LU 13Musterfrau, JuliaBeispielstraße 50,
12345 Beispielstadt
5. Januar 201611:25 - 15:16B-LU 14Mustermann, MaxBeispielstraße 50,
12345 Beispielstadt

Lediglich die oben genannten Angaben müssen im Fahrtenbuch vermerkt werden. So muss weder der Kilometerstand, der Abfahrt- oder der Zielort gelistet sein.

Fahrtenbuchauflage

Wann müssen der Halter und seine Fahrer ein Fahrtenbuch schreiben? Das Führen eines Fahrtenbuches droht nach einer begangenen Ordnungswidrigkeit. Ob eine Anordnung zu einem Fahrtenbuch erlassen wird, entscheidet die Bußgeldstelle oder die Fahrtenbuchbehörde. Dies sind allerdings immer Einzelfallentscheidungen.

Der Halter ist für das Fahrtenbuch verantwortlich und muss eines im Fahrzeug bereit legen. Bei einem Verstoß droht laut 31 a StVZO ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro.

Der Halter ist für das Fahrtenbuch verantwortlich und muss eines im Fahrzeug bereit legen. Bei einem Verstoß droht laut 31 a StVZO ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro.

Begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, die einen Punkt in Flensburg zur Folge hat, kann es bereits zur Fahrtenbuchauflage kommen. Nach der Punktereform ist allerdings die Auflage auch früher denkbar.

Bekommen Sie nur ein geringes Verwarngeld oder begehen ein Vergehen im ruhenden Verkehr ist nicht mit einer Fahrtenbuchauflage zu rechnen.

Bei einer ungeklärten Straftat sieht es allerdings anders aus.

Wird mit Ihrem Auto beispielsweise Unfallflucht begangen, es kann aber nicht geklärt werden, wer der Fahrer war, so bekommen Sie eine Fahrtenbuchpflicht und müssen dann ein Fahrtenbuch ordnungsgemäß führen.

Wie lange Sie ein Fahrtenbuch schreiben müssen, hängt von der Schwere des Verstoßes ab und Ihrem Verhalten bei der Tätersuche. In der Regel kann allerdings von einer Länge von sechs Monaten ausgegangen werden. Es kommt aber auch vor, dass Fahrtenbücher 24 Monate oder auf unbestimmte Zeit geführt werden müssen.

Fahrtenbuch beim Dienstwagen

Wer muss noch ein Fahrtenbuch führen? Grundsätzlich kann auch bei einem Firmenwagen ein Fahrtenbuch angeordnet werden. Die angesprochene Zwei-Wochen-Frist gilt nicht für Firmenwagen, denn der Gesetzgeber ist der Meinung, dass eine Firma auch länger im Nachhinein wissen muss, wer den Wagen gefahren ist. Sollten Sie Ihren Wagen dienstlich und privat nutzen, gilt auch hier die Zwei-Wochen-Frist nicht.

Kfz-Fahrtenbuch und Fahrzeughalter

Die Fahrtenbuchauflage bezieht sich immer auf den Fahrzeughalter. Er ist dafür verantwortlich, dass das Fahrtenbuch ordnungsgemäß geführt wird. Eine Fahrtenbuchpflicht muss nicht sofort verhängt werden. Möglich ist, dass vorerst ein Verwarngeld ausgesprochen wird.

Der Halter sollte den Behörden immer bei der Tätersuche helfen, ansonsten kommt es zur Fahrtenbuchregelung. Auf dem erhaltenen Anhörungs- oder Zeugenfragebogen müssen keine Angaben zur Tat gemacht werden, jedoch zum Täter. Darüber hinaus muss der Bogen binnen einer Woche wieder zurückgesandt werden.

Eine Fahrtenbuchauflage ist nur zulässig, wenn zwischen dem Verstoß und der ersten Anhörung zwei Wochen liegen. Auch eine Berufung auf das Zeugnisverweigerungsrecht, kann eine Auflage das Fahrtenbuch zu führen zur Folge haben.

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