Strafzettel: Bei welchen Parkverstößen muss ich damit rechnen?

Was ist eigentlich ein Strafzettel?

Parken: Einen Strafzettel nicht zu bezahlen, kann dazu führen, dass sich die Kosten erhöhen.

Parken: Einen Strafzettel nicht zu bezahlen, kann dazu führen, dass sich die Kosten erhöhen.

Begeht ein Fahrzeugführer einen Verstoß im ruhenden Verkehr, findet dieser bei der Rückkehr zu seinem Fahrzeug häufig einen Zettel an seiner Windschutzscheibe, in dem ihm ein bestimmter Parkverstoß vorgeworfen wird. Dieser Zettel wird im Volksmund als Strafzettel bezeichnet.

Der Falschparker muss in diesem Fall ein Verwarnungsgeld zahlen, das zwischen fünf und 55 Euro betragen kann. Um einen Bußgeldbescheid handelt es sich hierbei nicht, da von einem Bußgeld erst gesprochen wird, wenn der Verkehrssünder eine Geldbuße von mindestens 60 Euro leisten muss.

Finden Sie einen Knöllchen an Ihrem Fahrzeug vor, können Sie diesem alle wichtigen Informationen entnehmen. Sie erfahren, was Ihnen vorgeworfen wird, welchen Betrag Sie wohin überweisen müssen und welche Zahlungsfrist vorgesehen ist. In der Regel müssen Sie das Verwarngeld innerhalb von einer Woche bezahlen.

Doch was müssen Sie tun, wenn Sie dem Vorwurf widersprechen wollen? Bekommen Verkehrssünder einen Strafzettel nur fürs Falschparken? Was passiert, wenn man einen Strafzettel nicht bezahlt? All das erfahren Sie im Folgenden.

Strafzettel fürs Falschparken: Was droht?

Parkdauer überschritten: Wenn Sie den Strafzettel nicht zahlen, kann ein Bußgeldbescheid drohen.

Parkdauer überschritten: Wenn Sie den Strafzettel nicht zahlen, kann ein Bußgeldbescheid drohen.

Strafzettel – Im Parkverbot geparkt oder die Parkdauer überschritten: Wie hoch ist das Verwarngeld bei Parkverstößen eigentlich? Das hängt in der Regel von der genauen Art des Parkverstoßes ab.

Entscheidend ist auch, wie lange der Parkverstoß angedauert hat und ob daraus eine Behinderung für andere Verkehrsteilnehmer entstanden ist. Wurde die maximal zulässige Parkdauer überschritten, richtet sich die Höhe des Verwarnungsgeldes danach, um wie viel diese überschritten wurde.

  • Strafzettel fürs Parken ohne gültigen Parkschein: Wie hoch das Verwarngeld hier ausfällt, hängt wie auch beim Parken ohne Parkscheibe davon ab, wie lange der Parkverstoß angedauert hat. Bei bis zu 30 Minuten drohen 10 Euro Verwarnungsgeld, bei mehr als einer Stunde sind es bereits 15 Euro und bei mehr als zwei Stunden 20 Euro. Parken Sie ohne Parkschein bis zu drei Stunden, kann ein Verwarngeld von 25 Euro, bei über drei Stunden 30 Euro die Folge sein.
  • Strafzettel – Auf dem Behindertenparkplatz geparkt: Auf dem Schwerbehindertenparkplatz darf ein Fahrzeugführer nur parken, der in Besitz eines Behindertenparkausweises ist. Für alle anderen Autofahrer ist das Parken hier verboten und kann mit einem Verwarngeld von 35 Euro geahndet werden.
  • Strafzettel – Absolutes Halteverbot missachtet: Parken Sie im absoluten oder eingeschränkten Halteverbot, kann das ein Verwarnungsgeld von 15 Euro nach sich ziehen.
  • Strafzettel – Auf Privatparkplatz zu lange oder ohne Parkscheibe geparkt: Auch hier richtet sich die Höhe des Verwarngeldes nach der Dauer der Parkzeit. Parkplatzbetreiber können 15 bis 30 Euro verlangen.

Wird auch für andere Verstöße im Straßenverkehr ein Strafzettel ausgestellt?

Im Volksmund wird ein Bescheid über die Verhängung eines Verwarngeldes als Strafzettel bezeichnet, wenn dieser vor Ort von einem Beamten unmittelbar nach dem Verstoß ausgestellt wird. So sprechen viele also auch von einem Strafzettel, wenn die Geschwindigkeit überschritten wurde.

Wird die betroffene Person also danach von Beamten angehalten wird und ein Bescheid ausgestellt, in dem die Zahlung eines Verwarngeldes angeordnet wird, handelt es sich dabei also auch um einen Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitung. Somit kann also auch die Polizei einen Strafzettel in Deutschland ausstellen.

Strafzettel nicht bezahlt: Was passiert nun?

Wenn Sie einen Strafzettel fürs ordnungswidrige Parken nicht bezahlen, wird ein Bußgeldverfahren eröffnet.

Wenn Sie einen Strafzettel fürs ordnungswidrige Parken nicht bezahlen, wird ein Bußgeldverfahren eröffnet.

Wie lange habe ich Zeit, um den Strafzettel zu bezahlen? Innerhalb einer Frist von einer Woche, sollte der Strafzettel per Überweisung bezahlt werden.

Was passiert eigentlich, wenn Sie einen Strafzettel nicht bezahlen oder wenn Sie den Strafzettel vergessen zu zahlen? Zahlen Sie das im Strafzettel aufgeführte Verwarnungsgeld nicht innerhalb der genannten Frist, wird von der Bußgeldbehörde ein Bußgeldverfahren eröffnet und Sie erhalten einen Bußgeldbescheid.

Beachten Sie dabei aber, dass sich beim Strafzettel die Kosten erhöhen, wenn Sie diesen nicht zahlen. Wird ein Bußgeldverfahren eröffnet, fallen für den Strafzettel nämlich weitere Gebühren wie eine Verwaltungsgebühr von 25 Euro und die Gebühr für die Zustellung des Bußgeldbescheids von 3,50 Euro an.

Strafzettel verloren: Was nun?

Haben Sie den Strafzettel mit allen wichtigen Informationen zur Höhe des Verwarnungsgeldes und Kontodaten verloren, ist das kein Problem. Sie bekommen in der Regel zusätzlich zum Strafzettel am Auto eine schriftliche Verwarnung zugeschickt.

Verjährung beim Strafzettel

Bei einem Strafzettel tritt keine Verjährung ein, da eine Verjährung nur im Bußgeldverfahren möglich ist. Wird das im Strafzettel angeordnete Verwarnungsgeld nicht bezahlt, wird ein Bußgeldverfahren eröffnet. Erst dann beginnt eine Verjährungsfrist des Bußgeldverfahrens, nicht aber eine Verjährung der Anordnung zur Zahlung eines Verwarngeldes.

Strafzettel fürs ordnungswidrige Parken: Lohnt ein Einspruch?

Hierbei sollte beachtet werden, dass gegen einen Strafzettel kein Einspruch eingelegt werden kann. Wollen Sie dem Ihnen zur Last gelegten Vorwurf widersprechen, weil beispielsweise einen Strafzettel trotz vorhandenem Parkschein erhalten haben, können Sie dies erst tun, wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten haben. Sie müssen also warten, bis die Zahlungsfrist verstrichen ist.

Wollen Sie Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen, sollten Sie in jedem Fall einen Anwalt für Verkehrsrecht konsultieren. Dieser weiß, wie in solch einem Fall vorzugehen ist und kann beurteilen, ob ein Einspruch Sinn macht.

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