Zuparken – strafbar oder nicht?

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Bußgeldkatalog: Zuparken

ParkverstoßBußgeld in EuroPunkte in Flensburg
Parken vor Grundstückseinfahrten10-
... mit Behinderung 15-
... länger als 3 Stunden20-
... länger als 3 Stunden mit Behinderung30-
Parken vor oder in einer Feuerwehrzufahrt35-
... mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen im Einsatz651

Können sich Autofahrer gegen Zuparken wehren?

Wie können Sie sich wehren, wenn andere Ihr Auto zuparken?

Wie können Sie sich wehren, wenn andere Ihr Auto zuparken?

Ein Autofahrer kommt aus dem Haus und muss feststellen, dass ein anderer sein Fahrzeug so dicht an seinem abgestellt hat, dass er mit seinem eigenen Auto nicht mehr aus der Parklücke kommt. Oder die eigene Garagenausfahrt wird so blockiert, dass der Besitzer mit seinem Wagen weder hinein noch hinauskommt.

Ein solches Zuparken kann andere Verkehrsteilnehmer ganz schön in Stress versetzen – besonders wenn sie in Zeitnot und auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Aber müssen Sie es stillschweigend hinnehmen, wenn ein Fremder Ihr Auto eingeparkt hat? Was können Autofahrer tun, um sich zu wehren? Und droht dem Parksünder eine Strafe? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Ratgeber.

Auto zugeparkt – Ist das Nötigung?

Zuparken kann ein echtes Ärgernis darstellen. Aber ist es auch eine Straftat? Ja, wenn es den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Dabei handelt es sich gemäß § 240 Strafgesetzbuch (StGB) um eine Drohung oder Gewaltanwendung, die eine andere Person rechtswidrig zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zwingt. Im abstrakten Sinne stellt eine solche Gewaltanwendung auch das Zuparken dar. Eine Nötigung kann hier also durchaus vorliegen.

Voraussetzung hierfür ist meist, dass die Tat vorsätzlich geschah, der fremde Autofahrer also sein Fahrzeug mit dem Zweck abgestellt hat, das andere Auto zu blockieren. Dann kann eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe drohen.

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Garage oder Privatparkplatz zugeparkt – was kann ich tun?

Nicht nur ein Auto kann zugeparkt werden, sondern auch eine Stellfläche, auf der der fremde Autofahrer eigentlich nichts zu suchen hat. So können z. B. eine Garage, ein Privatparkplatz oder eine Einfahrt zugeparkt werden. Doch was ist zu tun, wenn ein solcher Falschparker Ihnen den Weg versperrt?

Zugeparkt: Dürfen Sie abschleppen lassen?

Zugeparkt: Dürfen Sie abschleppen lassen?

Erfolgt das Zuparken auf Privatgrund, hat der Besitzer oder der Mieter das Recht, das abgestellte Fahrzeug abschleppen zu lassen. Dies ist z. B. der Fall, wenn ein privater Stellplatz zugeparkt wird. Allerdings muss derjenige dann gegenüber dem Abschleppunternehmen in Vorkasse treten und die Kosten fürs Abschleppen zunächst aus eigener Tasche bezahlen. Damit trägt er das Risiko, auf den Ausgaben sitzen zu bleiben, sollte der Fahrzeughalter diese wegen Zahlungsunfähigkeit nicht erstatten können.

Auch kann der Parkplatzbesitzer unter Umständen für Schäden am Auto haftbar gemacht werden, die durch das Abschleppen entstehen.

Ist Ihre Garageneinfahrt oder Ihr privater Parkplatz zugeparkt, sollten Sie sich trotz allen Ärgers nicht selbst zum Zuparken des fremden Fahrzeugs hinreißen lassen. Denn sonst können Sie womöglich wegen Nötigung belangt werden.

Öffentliche Einfahrt oder Feuerwehrzufahrt zuparken

Wird hingegen ein öffentlicher Raum zugeparkt, empfiehlt es sich, die Polizei oder das Ordnungsamt zu verständigen. Die Beamten leiten dann geeignete Maßnahmen gegen den Falschparker ein und lassen den Wagen unter Umständen abschleppen. Je nachdem, wo das Zuparken stattfindet, koment auf den Fahrer ein entsprechendes Bußgeld und womöglich weitere Sanktionen zu. Für das Parken Feuerwehrzufahrt fallen z. B. mindestens 35 Euro an. Wurde durch das Zuparken außerdem ein Rettungsfahrzeug beim Einsatz behindert, gibt es ein Bußgeld von 65 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Falschparker, die einen Blitzer zuparken, machen sich übrigens gemäß geltender Rechtsprechung keiner Nötigung strafbar, da sie zwar die Funktion der Radarfalle behindern, aber eben keine anderen Verkehrsteilnehmer.
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