Kurz & Knapp: Die Kreisstraße
Außerorts beträgt die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Regel 100 km/h. Innerorts dürfen Sie je nach Beschilderung bis zu 50 km/h fahren.
Nein. Bei der Kreisstraße ist per Definition der Kreis zuständig. Um die Gemeindestraße kümmert sich laut Verkehrsrecht die jeweilige Gemeinde.
Eine Kreisstraße ist zwischen fünf und sieben Metern breit. Manchmal ist sie jedoch einspurig. Hier müssen Sie beim Überholen und beim Vorbeifahren anderer Fahrzeuge besonders vorsichtig sein.
Der Landkreis ist für die Kreisstraße zuständig
Inhaltsverzeichnis
Eine Kreisstraße ist eine öffentlich zugängliche Straße, die dem regionalen Verkehr innerhalb eines Landkreises dient. Sie verbindet kleinere Ortschaften mit Städten oder anderen übergeordneten Verkehrswegen wie Landes- oder Bundesstraßen.
Im Vergleich zu einer Gemeindestraße übernimmt die Kreisstraße eine überörtliche Funktion, ist jedoch nicht Teil des überregionalen Fernverkehrsnetzes.
Für eine Kreisstraße liegt die Zuständigkeit bei der jeweiligen Kreisverwaltung oder kreisfreien Stadt. Diese ist verantwortlich für den Aufbau der Kreisstraße, deren Instandhaltung, den Winterdienst sowie für verkehrsrechtliche Anordnungen. Innerhalb geschlossener Ortschaften kann auch die Gemeinde für Teilbereiche zuständig sein, insbesondere bei baulichen Maßnahmen oder der Straßenbeleuchtung.
Was ist der Unterschied zwischen einer Landstraße und einer Kreisstraße?
Eine Landstraße (L) gehört zum Straßennetz eines Bundeslandes und dient dem überregionalen Verkehr. Eine Kreisstraße (K) hingegen verbindet Orte innerhalb eines Landkreises. Während Landstraßen oft stärker befahren und breiter ausgebaut sind, ist die Kreisstraße vor allem für den regionalen Verkehr von Bedeutung.
Wie erkenne ich eine Kreisstraße?
Kreisstraßen sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen und für das ungeübte Auge schwer von einer Landstraße zu unterscheiden.
Sie besitzen kein eigenes Verkehrsschild. Allerdings sind sie auf den weißen Stationszeichen, die manchmal an Leitpfosten angebracht sind, durch ein „K“ gefolgt von der Straßennummer gekennzeichnet.
Es gibt allerdings einige Merkmale, die eine Identifikation der Kreisstraße erleichtern:
- Bei einer Kreisstraße beträgt die Straßenbreite meist zwischen fünf und sieben Metern breit. Sie ist damit schmaler als die typische Landstraße. In ländlichen Gebieten kann die Kreisstraße auch nur eine Spur haben.
- Sie verläuft meist außerhalb geschlossener Ortschaften, kann jedoch auch innerorts weitergeführt werden.
- Die Fahrbahnbeschaffenheit ist häufig asphaltiert, aber nicht immer mit Randmarkierungen oder Mittelstreifen versehen.
Wie hoch ist auf der Kreisstraße die Geschwindigkeitsbegrenzung?
Auf einer Kreisstraße wird die Geschwindigkeit durch die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bestimmt. Es gelten folgende Regelwerte:
- Außerorts beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Pkw 100 km/h (§ 3 Abs. 3 Nr. 2c StVO).
- In einer Ortschaft ist das Tempo 50 bindend – es sei denn, eine andere Geschwindigkeitsbegrenzug wie Tempo 30 ist innerorts auf der Kreisstraße ausdrücklich ausgeschildert.
- Für Fahrzeuge mit Anhänger oder für Lkw gelten teilweise abweichende Höchstgeschwindigkeiten (z. B. 60–80 km/h).
Das Tempolimit kann durch Verkehrszeichen situativ angepasst sein, etwa bei unübersichtlichen Kurven oder in der Nähe von Schulen.
Ist das Parken auf einer Kreisstraße erlaubt?
Grundsätzlich gibt es keine besonderen Bestimmungen zum Parken auf Kreisstraßen.
Sie dürfen in der Regel dort parken, sofern es kein Verkehrszeichen verbietet und andere Verkehrsteilnehmer dadurch nicht behindert oder gefährdet werden.
Die Regelungen unterscheiden sich jedoch zwischen inner- und außerörtlichen Abschnitten:
- Das Parken auf einer Kreisstraße ist innerorts am rechten Fahrbahnrand erlaubt, solange ausreichend Platz für den fließenden Verkehr bleibt.
- Außerorts darf nicht auf der Fahrbahn, sondern nur auf dem Seitenstreifen geparkt werden – sofern einer vorhanden und befahrbar ist.
- Besonders auf schmalen Kreisstraßen kann das Parken schnell zur Verkehrsbehinderung führen. In solchen Fällen ist es untersagt und kann mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden.
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