Bußgeldkatalog Überladung 2017: Wie viel dürfen Sie zuladen?

TatbestandBußgeldPunkte
Überladung des PKW (mit zulässigem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen) oder des Anhängers (mit zulässigem Gesamtgewicht von bis zu 2 Tonnen) als Fahrzeugführer oder Fahrzeughalter
...um über 5 %10 €
...um über 10 %30 €
...um über 15 %35 €
...um über 20 %95 €1
...um über 25 %140 €1
...um über 30 %235 €1
Überladung des LKW oder des Anhängers (mit zulässigem Gesamtgewicht von über 2 Tonnen) als Fahrzeugführer
...um 2 bis 5 %30 €
...um über 5 %80 €1
...um über 10 %110 €1
...um über 15 %140 €1
...um über 20 %190 €1
...um über 25 %285 €1
...um über 30 %380 €1
Überladung des LKW oder des Anhängers (mit zulässigem Gesamtgewicht von über 2 Tonnen) als Fahrzeughalter
...um 2 bis 5 %35 €
...um über 5 %140 €1
...um über 10%235 €1
...um über 15%285 €1
...um über 20 %389 €1
...um über 25 %425 €1
...um über 30 %425 €1
Eine Überladung beim Fahrzeug ist ordnungswidrig und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Eine Überladung beim Fahrzeug ist ordnungswidrig und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Der „Bußgeldkatalog Überladung“ betrifft sowohl den Fahrer eines LKW als auch eines PKW, der nicht nur auf eine ausreichende Ladungssicherung, sondern auch auf das mitgeführte Gewicht achten sollte.

Den Anhänger zu überladen oder allgemein ein überladenes Auto zu führen, hat nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht nur für den Fahrzeugführer, sondern auch für den Halter Konsequenzen.

Gemäß der neuen Bußgeldtabelle haben aber weder Fahrer noch Halter mit einem Fahrverbot zu rechnen. Dafür können aber ein Bußgeld bis zu 425 Euro sowie Punkte in Flensburg fällig werden.

Wissenswertes im Rahmen der Überladung, was das Verkehrsrecht hierzu vorschreibt und welche Strafe bei Überladung zu erwarten ist, darüber lesen Sie im Folgenden mehr.

Lkw überladen: eine Gefährdung des Straßenverkehrs

Zunächst gilt, dass ein überladenes Kfz grundsätzlich die Verkehrssicherheit gefährdet. Die Fahrzeuge sind nämlich nur für eine bestimme Last ausgelegt. Welche das ist, können Sie in Ihrer Zulassungsbescheinigung einsehen. Der Fahrzeugschein gibt über zulässiges Gesamtgewicht des Kfz Aufschluss.

Hier müssen Sie aber als Fahrer eines LKW aufpassen. Denn ein moderner Lkw kann unter Umständen auf ein höheres zulässiges Gesamtgewicht ausgelegt sein und damit eine höhere Ladung mit sich führen als nach deutschen Gesetzen erlaubt wäre. So kann es dann passieren, dass Sie als Fahrer für eine sogenannte formelle Überladung zur Rechenschaft gezogen werden, obwohl ihr Fahrzeug keine materielle Überladung vorweist, das heißt, es nicht zu den typischen (negativen) Fahreigenschaften eines überladenen Fahrzeugs kommt.
Wenn Sie das zulässige Gesamtgewicht des LKW überschreiten, kann die Polizei ein Bußgeld verhängen.

Wenn Sie das zulässige Gesamtgewicht des LKW überschreiten, kann die Polizei ein Bußgeld verhängen.

Wird die zulässige Gesamtmasse des Kfz überschritten bzw. sind Anhänger oder LKW überladen, führt diese je nach Höhe der Überladung zu einem Risiko der Verkehrssicherheit. Die Folgen sind unter anderem:

  • Ein verschlechtertes Bremsverhalten: Durch die hohe Belastung funktionieren die Bremsen nicht wie gewohnt. Die Folge ist ein verlängerter Bremsweg des Kfz. Weiterhin wirkt sich die Last auf die Reifen aus. Daher sollte der Fahrer bzw. Halter doppelte Vorsicht walten lassen.
  • Eine Abnahme der Fahrstabilität: Sind die Lasten für das Kfz zu hoch, nimmt die Fahrstabilität ab. Das Fahrzeug fährt unausgeglichen. Für dieses nach außen hin erkennbar verschlechterte Fahrverhalten infolge der Überladung droht nach dem Bußgeldkatalog ein besonders hohes Bußgeld.
  • Unzureichende oder fehlende Ladungssicherung: Ist weiterhin die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert, so erhöht sich das Risiko nochmals beträchtlich. Bei einer Bremsung kann schon einfaches Gepäck zu einer großen Gefahr für die Mitfahrenden werden, aber auch das Fahrzeug selbst ins Schleudern bringen.

So wird eine Überladung nachgewiesen

Ein geschulter Blick eines Polizisten erkennt in der Regel eine Überladung des Fahrzeugs schnell. Wird ein Fahrzeug wegen des Verdachts einer Überladung von der Polizei angehalten, kommt es zuerst auf die Waage. Dies geschieht mithilfe eines geeichten Geräts, beispielsweise an mobilen Wiegestationen. Das Gewicht bzw. eine mögliche Überladung wird dann binnen weniger Augenblicke ermittelt. Diese wird in der Regel in Kilogramm und in Prozent festgehalten. Ist das Fahrzeug tatsächlich überladen, darf dieses nicht weiter auf den Straßen fahren bis das Gewicht auf das zulässige Gewicht reduziert wurde.

Wann gilt ein Auto bzw. ein LKW als überladen?

Je nachdem, um wie viel Prozent die zulässige Anhängelast überschritten wird, kann das Bußgeld variieren.

Je nachdem, um wie viel Prozent die zulässige Anhängelast überschritten wird, kann das Bußgeld variieren.

Der LKW bzw. das Auto ist dann überladen, wenn die zulässige Gesamtmasse (zGM) oder nach der StVO das zulässige Gesamtgewicht (zGG), überschritten wurde.

Diese Angaben bezeichnen die Summe aus dem Leergewicht des Fahrzeugs inklusive seiner maximalen Zuladung. Zu letzterer zählt auch die Fahrzeugkombination.

Unterschieden wird nach verschiedenen Gewichtsklassen. Diese sind:

  • Pkw mit zGM kleiner als 2,8 Tonnen (durchschnittlicher Pkw)
  • Pkw, Wohnmobile und Transporter mit zGM kleiner als 3,5 Tonnen
  • Lkw mit zGM kleiner als 7,5 Tonnen
  • Lkw mit zGM kleiner als 18 Tonnen
Zulässiges Gesamtgewicht vom Anhänger:
Falls Sie einen Anhänger mit sich führen, müssen Sie auch hier auf die besonderen Regelungen achten. Denn nicht nur die Fahrzeugkombination aus Fahrzeug und Anhänger ist einer bestimmten Gewichtsgrenze unterlegen, sondern der Anhänger selbst darf ein bestimmtes zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten. Deshalb müssen Sie nicht nur die Anhängelasten beim PKW einhalten, sondern auch das zGG des Anhängers beachten.

Bußgeld bei einer Überladung: Was erwartet Sie?

Zwar erwartet den Fahrer bzw. Halter bei einem Delikt im Rahmen der Überladung nach der Bußgeldtabelle kein Fahrverbot. Aber mit einem Bußgeldbescheid mit einer hohen Geldsumme – bis zu 425 Euro – haben Sie allemal zu rechnen. Auch wird das Delikt je nach Schwere des Verstoßes mit einem Punkt in Flensburg geahndet.
Zunächst gilt grundsätzlich: Je höher die Überschreitung der zulässigen Gesamtmasse, desto höher die Strafe. Dabei sind zwei Punkte zu beachten:

  • Sowohl Fahrzeugführer als auch Halter sind haftbar.
  • Ist ein Lkw überladen, fällt die Strafe höher aus als bei einem überladenen Auto.

Bußgeldkatalog für das Auto: Überladung beim PKW

Das Bußgeld für die Überladung eines LKW kann variieren.

Das Bußgeld für die Überladung eines LKW kann variieren.

Ist ein PKW überladen, fallen für Fahrzeughalter und Fahrzeugführer ab einer Überschreitung von 5 Prozent (mit zGG bis zu 7,5 Tonnen) 10 Euro Bußgeld an.

Ab einer Überschreitung von 20 Prozent wird dann nicht nur ein Bußgeld in Höhe von 95 Euro fällig, sondern auch ein Punkt in Flensburg verbucht.

Bei einer Überladung von 30 Prozent kommt ein saftiges Bußgeld von 235 Euro auf Fahrer und Halter zu.

Bußgeldkatalog für den LKW: Was bei Überladung gilt

Wie bereits erwähnt, gilt für den Lkw ein strengeres Strafmaß als für den Pkw. Ist der Lkw überladen, hat weiterhin der Fahrzeughalter mit einem höheren Bußgeld zu rechnen. So kommen bei einer Überladung von 5 Prozent auf den Fahrzeugführer ein Bußgeld von 80 Euro sowie ein Punkt in Flensburg zu.

Den Fahrzeughalter hingegen erwartet neben dem Punkt in Flensburg ein Bußgeld in Höhe von 140 Euro. Bei einer Überschreitung von 25 Prozent erhöht sich dieses für den Fahrzeughalter gar auf 425 Euro: Die Höchststrafe, die der Bußgeldkatalog an Bußgeldern vorsieht.

Zulässiges Gesamtgewicht bei LKW und PKW: Wenn eine Urlaubsreise kurz bevorsteht

Treten Sie eine Urlaubsreise an und wollen zum Beispiel mit dem Wohnwagen einige stressfreie Tage ohne Kopfschmerzen, Bußgeld oder Punkte verbringen, dann empfiehlt es sich – neben einer ordnungsgemäßen Ladungssicherung –  auf das mitgenommene Gewicht zu achten. Normales Gepäck können Sie mit einer handelsüblichen Waage wiegen.

Dabei dürfen Sie nicht vergessen, auch die Mitfahrenden in Ihre Berechnungen miteinzubeziehen. Wenn Sie einen Wohnwagen mitnehmen und sich bei dem Gewicht unsicher sind, dann können Sie sich an den Dienst von einigen TÜV-Werkstätten wenden. Informieren Sie sich vorher bei diesen, wann Ihr Wohnwagen bzw. Wohnmobil überladen ist. So können Sie in aller Ruhe fahren.

Sind Sie mit einem Lkw unterwegs, dann stehen Ihnen an den jeweiligen Beladestationen Möglichkeiten zum Wiegen bereit. Vergewissern Sie sich dabei unbedingt vor der Fahrt über das Gewicht der mitgeführten Ladung. Denn gerade bei LKW sieht der Bußgeldkatalog hohe Bußgelder und eine im Vergleich schnellere Vergabe von Punkten in Flensburg vor

Der Bußgeldrechner zur Überladung schafft Abhilfe

Eine Überladung sollten Sie meiden, wenn Sie eine Reise antreten. So sind Sie sicher im Auto unterwegs.

Eine Überladung sollten Sie meiden, wenn Sie eine Reise antreten. So sind Sie sicher im Auto unterwegs.

Das Errechnen des Bußgelds kann sich gerade im Rahmen von Überladungsdelikten als kompliziert erweisen.

Wenn Sie sich das Strafmaß für ihren speziellen Fall schnell und einfach ausrechnen lassen möchten, dann können Sie hierfür den „Bußgeldrechner Überladung“ nutzen.

Grundlage für diesen ist der Bußgeldkatalog 2017. Hierzu müssen Sie dann lediglich die entsprechende Überladung eingeben, den Fahrzeugtyp festlegen und die Strafe entweder für Sie als Fahrzeughalter oder als Fahrzeugführer ausrechnen lassen.

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